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Blog von Studienleiter Jörgen Klußmann

500 Jahre Reformation - und jetzt? In seinem neuen Blogbeitrag lädt Jörgen Klußmann zum Gespräch darüber ein.

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Studientag zu den Möglichkeiten der UN im Konfliktfall

Wie stehen die Chancen für effektive internationale Konfliktlösungen?

Am UN-Standort Bonn lädt die Akademie am kommenden Montag, 17.2., zu einem Studientag ein, der sich mit den Möglichkeiten der Vereinten Nationen zur internationalen Konfliktlösung und Konfliktverhinderung befasst.

Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (2009). Foto: Wikimedia Commons LupeSicherheitsrat der Vereinten Nationen (2009). Foto: Wikimedia Commons

Studientag:
Möglichkeiten der Vereinten Nationen zur Konfliktlösung und Konfliktverhinderung
17.02.2014
14.00 - 19.00 Uhr

Am 26. Juni 1945 wurde auf Initiative des amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt die Charta der Vereinten Nationen unterzeichnet. Nach der Erfahrung der beiden Weltkriege war und ist die Friedenssicherung eine der Hauptaufgaben der Vereinten Nationen (UN). 

UN: Gemeinsame Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft gegen Friedensstörer sind erlaubt
Im Zentrum steht dabei ein System kollektiver Sicherheit, das die Anwendung von Gewalt gegen andere Staaten verbietet. Die Charta schließt die Gewaltanwendung aber nicht völlig aus, sondern erlaubt gemeinsame Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft gegen Friedensstörer. Die Entscheidung darüber liegt beim Sicherheitsrat, in dem die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs seit seiner Gründung ein Vetorecht haben.

... kommen aber nur selten zustande
Diese Nachkriegsordnung wird heute  u.a. dafür verantwortlich gemacht, dass eine effektive internationale Konfliktlösung häufig nur sehr langsam oder gar nicht zustande kommt. Das führen uns gerade die aktuellen Nachrichten wieder sehr deutlich vor Augen: Russland nennt den vorliegenden Entwurf für eine UN-Resolution zu Syrien inakzeptabel und droht mit einem Veto im Sicherheitsrat.

Neue Konzepte sollen hier Abhilfe schaffen
Es gibt neue Konzepte, die hier Abhilfe schaffen sollen, z.B. die sog. Responsibility to protect, eine Schutzverantwortung, die eine rechtzeitige Erkennung von Verstößen gegen das Völkerrecht und die Einleitung von präventiven Maßnahmen vorsieht. Doch bisher hat sich nichts daran geändert, dass die UN ihrer Aufgabe der Konfliktlösung nur schwer nachkommen kann.

Wie sieht der Reformbedarf aus?
"Die Vorstellung, bei einer möglichen Reform des Sicherheitsrates würden die bisherigen 5 Veto-Mächte auf ihre Vorrechte verzichten, ist  unrealistisch", urteilte Generalmajor Eisele in seinem 2002 veröffentlichten Buch "Die Vereinten Nationen und das internationale Krisenmanagement. Ein Insider-Bericht".
Was hat sich seither getan?
Besteht Reformbedarf und, wenn ja, welcher?
Der Studientag am 17. Februar 2014 bot Gelegenheit, sich zu informieren und mit den Referenten darüber ins Gespräch zu kommen: 

Generalmajor a.D. Manfred Eisele:
Eine Geschichte der UN-Friedensmissionen - Beispiele für Einsätze

Einen Überblick über die Geschichte der UN-Friedensmissionen gab zu Beginn Generalmajor a.D. Manfred Eisele. Generalmajor a.D. Eisele arbeitete von 1994 bis 1998 in New York als Beigeordneter des UN-Generalsekretärs für Planung und Unterstützung und war in dieser Funktion oberster Militärberater der UN-Generalsekretäre Boutros-Ghali und Kofi Annan.

Tobias von Gienanth:
Zivile Konfliktbearbeitung - Alternative oder Ergänzung zur militärischen Konfliktlösung?

Tobias von Gienanth, Stellvertretender Leiter der Abteilung Analyse beim  Zentrum für Internationale Friedenseinsätze, dem zentralen deutschen Ansprechpartner für Zivilpersonal in internationalen Friedens- und Wahlbeobachtungseinsätzen, nahm die Zivile Konfliktbearbeitung als Alternative oder Ergänzung zur militärischen Konfliktlösung in den Blick.

Professor Dr. Conrad Schetter:
Aktuelle Herausforderungen für das internationale Konfliktmanagement

Professor Dr. Conrad Schetter, Direktor des Internationalen Konversionszentrums Bonn (BICC), einem der fünf führenden Friedensforschungsinstitute, ging ein auf "Aktuelle Herausforderungen für das internationale Konfliktmanagement".

Bericht über die Tagung

Einen kurzen Bericht über die Tagung finden Sie hier. 
Das ausführliche Programm der Tagung ist am Schluss dieses Artikels zum Abruf bereit gestellt.

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hbl / 18.02.2014



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