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Neunte Veranstaltung
am 6. Februar 2011
„Zuflucht in Bonn“
im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Wirtschaftliche Not, Gewalt und Krieg oder Klimawandel – es gibt viele Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Trotz unterschiedlicher Motive und Geschichten eint die Flüchtlinge der Wunsch, in der Fremde ein neues Leben anzufangen und ein Zuhause zu finden – vorübergehend oder dauerhaft. Doch oft ist es nicht leicht, in der Fremde Anschluss zu finden. Ungeklärte Aufenthaltstitel oder Sprachprobleme erlauben häufig nur ein Leben am Rande der Gesellschaft und erschweren die Integration in der neuen Heimat.
Welche Erfahrungen haben sie mit Chancen und Hürden, Grenzen und Annäherungen gemacht, welche persönlichen Erlebnisse hatten sie nach ihrer Ankunft in Bonn? Wir begegnen einander oft, aber was wissen wir über die anderen?
Über diese und andere Fragen sprach Moderatorin Monika Hoegen im Gespräch mit ihren Gästen im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Dabei erzählten die Gäste über Erfahrungen und persönliche Erlebnisse, die sie beim Ankommen in Bonn gemacht haben.
Die Veranstaltung „Zuflucht in Bonn“ wurde in Kooperation mit dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der UNO-Flüchtlingshilfe e.V. durchgeführt. Die UNO-Flüchtlingshilfe ist eine in Deutschland tätige Organisation, sie leistet finanzielle Unterstützung für Flüchtlingsprojekte im In- und Ausland, informiert über Fluchtursachen und -folgen und wirbt um Verständnis für das Schicksal von Flüchtlingen.
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Achte Veranstaltung
am 26. September 2010
„Mitmischen in Bonn. Engagiert sein am Rhein“
in der Rheinlobby, Bundeshaus Bonn
Im Sportverein, in einer Bürgerinitiative, einer Nichtregierungsorganisation oder im Stadtrat – Engagement ist vielseitig! Engagement ist eine wichtige Stütze der Gesellschaft; dabei kennt es keine kulturellen Unterschiede. Menschen mit den verschiedensten Nationalitäten und aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen mischen in unserer Gesellschaft kräftig mit. Durch ihren sozialen, gesellschaftlichen und politischen Einsatz tragen sie zum Zusammenhalt der Gesellschaft bei und gestalten diese mit.
In Bonn gehören diese Menschen zu der Gruppe der über 70.000 Menschen aus 173 Nationen. Sie leben auf Zeit oder dauerhaft in Bonn, sind eingebürgert oder besitzen einen ausländischen Pass. Sie sind Redakteur bei der Deutschen Welle, Studierende, Betreiber einer Pizzeria, Klimaforscher bei den Vereinten Nationen, Ärztin, oder engagieren sich im politischen Umfeld. Mit ihrem Engagement in Vereinen, Stiftungen oder auch Parteien leisten sie einen wichtigen Beitrag für ein soziales Miteinander, für Integration und Verständnis. Die Teilhabe an Netzwerken, auch außerhalb des eigenen Kulturkreises, kann helfen, Fremdes vertrauter werden zu lassen. Viele Menschen, sind durch ihren Einsatz und ihr „mitmischen“ in Bonn heimisch geworden.
Welche Erfahrungen haben diese Menschen aus aller Welt als unsere Nachbarn in Bonn gemacht? Wir begegnen einander oft, aber wissen wir etwas über den Anderen?
Welche Vorteile hat ein Engagement? Welche Schwierigkeiten bringt es mit sich? Wie geht man mit Sprachbarrieren um?
Moderatorin Monika Hoegen sprach mit den Gästen über Chancen und Hürden, Grenzen und Annäherung und über persönliche Erlebnisse, die sie in Bonn gemacht haben.
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Siebte Veranstaltung am 7. Februar 2010
"Bützen in Bonn“
im Alten RathausBonn
Globalisierung und Internationalisierung haben neben Wirtschaft und Politik auch die Liebe erreicht. Durch offene Grenzen, Urlaubs-, Arbeits- und Studienaufenthalte im Ausland, wie auch umgekehrt die Anwesenheit von Ausländern und Migranten in Deutschland, finden immer mehr Paare aus unterschiedlichen Ländern zueinander. Inzwischen wird jede siebte Ehe in Deutschland binational geschlossen.
Eine Partnerschaft bietet in der Fremde Halt, einen geschützten Raum, in dem die Fremde etwas vertrauter erscheint. Kommen beide Partner aus demselben Heimatland, können sie in ihrem neuen Zuhause Gebräuche und Gewohnheiten leichter leben. Ein einheimischer Partner erleichtert andererseits die Orientierung in einer häufig ungewohnten Umgebung.
In binationalen Partnerschaften wird der oder die Andere und sein/ihr kultureller Hintergrund oft als interessant und erkundenswert angesehen. Fremde Gebräuche üben einen Reiz aus, der sehr verlockend erscheint. Neben den positiven Erfahrungen müssen sich die Partner auch mit einer fremden Denkweise auseinander setzen. Im Alltag sind es häufig die kleinen Dinge, die auf Dauer die Toleranz strapazieren können. Neben Verständigungsproblemen gilt es, im Miteinander Offenheit, Flexibilität und Verständnis zu erlernen. Große Unterschiede in der Auffassung der „richtigen“ Kindererziehung können für Konfliktpotenzial sorgen. Ein liberaler Umgang der Gesellschaft mit dem Thema Liebe und Partnerschaft kann für Nichtdeutsche ungewohnt sein. Nicht überall können Paare ihre Zuneigung und ihr Verliebtsein durch körperliche Nähe – wie „bützen“ – öffentlich zeigen.
Moderatorin Monika Hoegen sprach mit den Gästen über Vorurteile und Verständnis, über Ausgrenzung und Annäherung, über Tradition und Wandel und über persönliche Erlebnisse in Bonn.
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Sechste Veranstaltung am 15. November 2009
"Glauben in Bonn“
im Collegium Leoninum Bonn
Bonn ist bekannt als internationaler Standort. In den vergangenen Jahren haben sich immer mehr international tätige Organisationen und Unternehmen in der Stadt angesiedelt. Und mit ihnen Mitarbeiter aus verschiedensten Ländern und Kulturkreisen der Welt. Damit ist nicht nur das Stadtbild bunter und vielfältiger geworden, sondern auch die religiöse Landschaft.
Neben Christen prägen beispielsweise auch Muslime, Juden, Bahá´i oder Buddhisten das öffentliche Leben.
Glaube ist in einer neuen, fremden Umgebung oft das letzte Stück portabler Heimat. Ob für zugewanderte Muslime aus Nordafrika, orthodoxe Christen aus Griechenland oder Juden aus Russland: In einer neuen, fremden Welt, bietet der Glaube Sicherheit und Halt und ist oft Ausdruck der eigenen Identität.
Religiöse Riten und Traditionen sind zwar nicht für alle von gleicher Bedeutung, aber dennoch besitzen alle Glaubensgemeinschaften ihre eigenen charakteristischen Ausdruckweisen; sei es zum Beispiel die Form des Gebets, der Meditation, des Gottesdienstes, die Wallfahrt oder der Gesang. Diese traditionellen Handlungen dienen auf unterschiedliche Weise der Kommunikation nach innen und außen.
Welche Rituale gibt es, wie funktioniert das Zusammenleben mit Menschen anderer Religionen, gibt es Probleme, den eigenen Glauben in Deutschland auszuleben? Was macht den Glauben aus? Was erscheint nach außen betrachtet vielleicht fremd, ist aber eigentlich doch vertraut?
Moderatorin Monika Hoegen sprach mit den Gästen über Vorurteile und Verständnis, über Ausgrenzung und Annäherung, über Tradition und Wandel und über persönliche Erlebnisse in Bonn.
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Fünfte Veranstaltung am 22. März 2009
„Sport treiben in Bonn“
im Foyer der Hardtberghalle
Auf dem Fußballplatz, im Schwimmbecken oder auf dem Basketballfeld ist die Integration von Menschen unterschiedlicher Nationalität, Kultur oder Hautfarbe schon längst gelebter Alltag. Kulturelle Unterschiede und sprachliche Barrieren treten in den Hintergrund – in der Halle und auf dem Sportplatz zählen Körpersprache, Teamgeist und Fair Play. Sport bedeutet Begegnung und die Chance, sowohl sich selbst als auch den Anderen kennenzulernen und zu verstehen.
So sollte es zumindest sein, aber ist das in der Praxis auch wirklich der Fall?
Es darf nicht außer Acht gelassen werden, dass auch der Sport nicht frei ist von Diskriminierungen. Als „Spiegel der Gesellschaft“ birgt Sport durchaus die Gefahr, Grenzen zwischen Menschen und Kulturen zu verfestigen und Gruppen in ihrer Identität zu isolieren.
Die zentrale Herausforderung liegt darin, die Menschen – gerade auch unter Einbeziehung ihrer verschiedenen kulturellen Eigenheiten – zu einer wirklichen Gemeinschaft im Sport und darüber hinaus zu vereinen. Eigene Erfolge wie auch Erfolge in der Gruppe, gemeinsames Erlernen und Respektieren von Regeln und gegenseitige Unterstützung und Austausch können dabei wichtige erste Schritte sein.
Bei der neuen Veranstaltung der Reihe ‚Fremd-vertraut in Bonn’ berichteten Sportlerinnen und Sportler verschiedener Nationalität, Kultur und Hautfarbe darüber, was Sport für sie persönlich bedeutet und welche Erfahrung sie – als Freizeitsportler, Profi oder Trainer – in Deutschland gemacht haben.
Monika Hoegen sprach mit den Gästen über persönliche Erlebnisse, Chancen und Hürden, Grenzen und Annäherungen
Vierte Veranstaltung am 2. November 2008:
„Kreativ sein in Bonn”
in der Halle Beuel (Theater Bonn)

Kreativität begegnet uns in vielen Facetten – nicht nur im ästhetisch-künstlerischen Bereich. Im Allgemeinen verbinden wir Kreativität mit Begriffen wie Malen, Musizieren und Tanzen. Gleichzeitig finden wir Kreativität aber auch in der Wissenschaft und Wirtschaft, in der Forschung, der Produktentwicklung oder Unternehmensorganisation; überall dort, wo Menschen neue Wege, Lösungen, Ideen oder Herausforderungen suchen. Kreativ sein kann jeder - unabhängig von Alter, Geschlecht oder Nationalität. Kreativ sein heißt, Neues zu erfinden, schöpferisch zu denken, originell zu handeln. Kreativität stellt Gewohntes in Frage, verändert Bewährtes, macht Fremdes vertrauter. Unterschiedliche Kulturen, Traditionen und Lebensbereiche bringen immer wieder neue Formen kreativen Schaffens hervor.
Bei der vierten Veranstaltung der Reihe ‚Fremd-vertraut in Bonn’ berichteten Bonner Bürgerinnen und Bürger aus anderen Ländern und anderen Kulturkreisen über ihre Kreativität, über das, was es für sie persönlich bedeutet, kreativ zu sein, und über Erfahrungen, die sie damit in einer neuen Heimat, in Deutschland, gemacht haben. Wie haben sie ihre Kreativität in einem fremden Land umsetzen können? Welche Erfolge oder Probleme gab es? Hat ihr kreatives Denken und Handeln ihnen geholfen, Kontakte zu knüpfen, Schwierigkeiten zu meistern, eine andere aber vielleicht auch die eigene Kultur in der Fremde neu zu entdecken?
Moderatorin Monika Hoegen sprach mit fünf Gästen über persönliche Erlebnisse, Begegnungen und Herausforderungen.
Dritte Veranstaltung am 15. Juni 2008:
„Lernen in Bonn” in der Bonn International School
Pisa-Studie, Hochschulpakt, Exzellenzinitiative, Berufsbildungsreform, Ausbildungsoffensive – kaum ein Tag vergeht ohne die Stichworte Lernen und Bildung in Politik, Medien und der öffentlichen Diskussion. Die debattierten Themen sind so vielfältig wie die Lernformen und reichen von der Vorschulbildung bis zum internationalen Marketing für Hochschulen und für berufliche Aus- und Weiterbildung. Lernen – auch nach Schule, Ausbildung oder Studium – ist mehr denn je zum Schlüssel für die Gestaltung individueller Lebens- und Arbeitschancen geworden. Umgekehrt sind gut gebildete und ausgebildete Menschen die wichtigste Voraussetzung eines Landes, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können.
Bei der dritten Veranstaltung der Reihe ‚Fremd-vertraut in Bonn’ berichteten Bonner Bürgerinnen und Bürger aus unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen über Erfahrungen, die sie an verschiedenen Stationen des lebenslangen Lernens in Bonn gemacht haben. Wie ist das Miteinander von deutschen und ausländischen Schülern und Eltern? Wie werden Studenten aus dem Ausland von ihren Kommilitonen an deutschen Hochschulen aufgenommen? Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Lehrern und Professoren? Welche Qualität haben deutsche Bildungseinrichtungen aus ihrer Sicht im Vergleich zu anderen Ländern?
Moderatorin Monika Hoegen sprach in der Bonn International School mit Gästen aus verschiedenen Nationen über persönliche Erfahrungen und Herausforderungen.
Zweite Veranstaltung am 24. Februar 2008: Arbeiten in Bonn in der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg
Arbeit ist ein zentraler Teil unseres Lebens, der weit über die reine Sicherung des Lebensunterhalts hinausgeht. Soziale Kontakte, gesellschaftliche Anerkennung, Verwirklichung persönlicher Lebensentwürfe und Kreativität sind weitere wichtige Aspekte des Berufslebens und von Aus- und Weiterbildung.
Andere Gesetze und Regeln, Arbeiten in einem neuen Umfeld und einer fremden Sprache, neue Verhaltensweisen und Umgangsformen. Beruflicher Ein- und Aufstieg und der Arbeitsalltag sind für Menschen aus anderen Ländern und anderen Kulturkreisen oft eine besondere Herausforderung. Welche Erfahrungen haben Menschen aus anderen Ländern und anderen Kulturkreisen in der Arbeitswelt in Bonn gemacht? Was war leicht, welche Schwierigkeiten hat es gegeben bzw. gibt es? Wie ist die Zusammenarbeit mit deutschen und ausländischen Kollegen oder Geschäftspartnern? Welche Begebenheiten sind ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Vier Podiumsgäste aus Südafrika, den Philippinen, Vietnam und Mali sprachen vor rund 120 Gästen mit Moderatorin Monika Hoegen in der IHK Bonn/Rhein-Sieg über ihre Erfahrungen in der Arbeitswelt und bei der Ausbildung.
Auftaktveranstaltung am 25. November 2007: „Ankommen in Bonn”
Mit dem Umzug in eine neue Stadt ändert sich viel. Wenn diese auch
noch in einem anderen Land liegt noch mehr. Wie ist es für Menschen
aus anderen Ländern und anderen Kulturkreisen in Bonn anzukommen und
einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen? Wie waren die ersten Kontakte und
Begegnungen in der neuen Heimat am Rhein? Wohin führten die ersten
Schritte und mit welchen Augen sahen sie die Stadt? Bei der ersten Veranstaltung
der neuen
Reihe berichteten zwei „Neu-Bonnerinnen” aus Afghanistan
und Tansania und zwei „Neu-Bonner” aus der Türkei und Kap
Verde, die zu ganz unterschiedlichen Zeiten und mit verschiedenen Hintergründen
an den Rhein gekommen sind, wie das Ankommen in Bonn für sie war.
Gäste:
Eröffnungs-Talk mit Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann
Moderation: Monika Hoegen
Fotos: GTZ/Ralf Schuhmann
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