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Blog von Studienleiter Jörgen Klußmann

500 Jahre Reformation - und jetzt? In seinem neuen Blogbeitrag lädt Jörgen Klußmann zum Gespräch darüber ein.

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Akademiegespräch zur aktuellen Lage der Kurden

Politikberater Weiss: „Es gibt keine konsistente Kurdenpolitik“

„Es gibt keine konsistente deutsche Kurdenpolitik“, beklagt der Politikberater Martin Weiss in diesem Akademiegespräch. Das Gespräch mit Studienleiter Jörgen Klußmann, wurde am Rande der Tagung „Die Kurden – ein Volk ohne Staat“ im Mai 2019 in Bonn aufgezeichnet.

Statt einer klaren politischen Linie gebe es eine Fülle staatlicher und nichtstaatlicher Einzelmaßnahmen, die aber nicht koordiniert erfolgten. Zwar trete Deutschland vehement für das Selbstbestimmungsrecht der Völker ein, versage den Kurden aber das Recht auf einen eigenen Staat, so Weiss.

Im Kampf gegen den IS haben die Kurden eine wichtige Rolle gespielt

Im Kampf gegen den so genannten Islamischen Staat haben die kurdischen Peschmerga die Hauptlast des Kampfes getragen. Die Bundesrepublik lieferte sogar Waffen an die Kurden. „Die Waffenlieferungen waren der richtige Schritt“, so Weiss. Dafür gab es damals eine breite Mehrheit im Bundestag: „Das war aber eine Ausnahmesituation.“

Aktuell gibt es wenig deutsches Interesse an der Situation der Kurden

Inzwischen sei das deutsche Interesse an der Situation der Kurden wieder deutlich zurück gegangen. Es werde jetzt entscheidend sein, wie sich die Situation der Kurden in Nordsyrien entwickeln wird. Einen kurdischen Staat werde es aber vermutlich nicht so bald geben, so die Einschätzung von Martin Weiss. Die ideologischen Unterschiede beispielsweise zwischen den Pragmatikern im Nordirak und der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und ihres inhaftierten Anführers Abdullah Öcalan seien beträchtlich und behinderten zusätzlich die Einheit des kurdischen Volkes.

Zur Person:
Martin Weiss hat an der Universität Freiburg Geographie, Raumordnung und Völkerkunde mit dem Abschluss Diplom-Geograph studiert.

Tätigkeiten in der Regionalplanung
Ab 1974 arbeitete er zuerst als Assistent im Geographischen Institut der Universität Freiburg und dann in verschiedenen Institutionen der Regionalplanung, so von 1976 bis 1979 bei der Regio Basiliensis  in Basel in der Schweiz, der Institution für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen der Schweiz, Frankreich und Deutschland.

Tätigkeiten in der Entwicklungshilfe
1979, 1980 und 1982 drei mehrmonatige Experteneinsätze in Wasser-Projekten der GTZ in Mali in Westafrika. 1985 bis 1987 Direktor des Landesbüros der GTZ in Sana’a im Jemen, verantwortlich für die Verwaltung der Entwicklungshilfe-Projekte im Jemen und in Djibouti.

Tätigkeiten im Deutschen Bundestag
1980 bis 1985 und 1988 bis 1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei verschiedenen MdBs. 1992 bis 2010 Referent für Außenpolitik der SPD-Bundestagfraktion, zuständig für den Nahen Osten und den Balkan.

Freiberufliche Tätigkeit
Seit 2010 ist Martin Weiss im Ruhestand und nun freiberuflich, überwiegend aber ehrenamtlich tätig, so als Gutachter für Entwicklungshilfe-Institutionen, als Autor für die Stiftung Wissenschaft und Politik und als Präsidiumsmitglied der Südosteuropa-Gesellschaft.

Über die Tagung
Zu der Tagung „Die Kurden – ein Volk ohne Staat“ hatten die Evangelische Akademie im Rheinland und NAVEND-Zentrum für kurdischen Studien e.V. am 4. Mai 2019 nach Bonn eingeladen.
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hbl, ms / 24.06.2019



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