Logo Akademie

Studienleitung

 

 

 

 

 

 

 

Jörgen Klußmann 
Tel.: +49 (0)228 47 98 98 - 57
Mobil: +49 (0) 151 572 055 28
Mail an Jörgen Klussmann
Twitter: @JorgenKlussmann
Weitere Informationen zur Person

> zum Akademie-Team

Twitter

Twitter aktivieren

Hier Twitter-Dienste aktivieren

Termine

Hier finden Sie Termine aus dem Themenbereich Politik.

> weitere Informationen

Akademiegespräch zu Gelingen und Grenzen von Versöhnung

Prof. Andreas Pangritz: Zum Umgang der Kirchen mit Schuld nach 1945

Andreas Pangritz, langjähriger Professor für Systematische Theologie an der Universität Bonn, geht in diesem Akademiegespräch ein auf den Umgang der Kirchen mit Schuld nach 1945. Zur Sprache kommen insbesondere die Bedeutung des Stuttgarter Schuldbekenntnisses und des Rheinischen Synodalbeschlusses zur Erneuerung des Verhältnisses von Christen und Juden.

Führende protestantische Theologen formulierten 1945 das Stuttgarter Schuldbekenntnis, um wieder Anschluss an die weltweite Ökumene zu finden. Das nicht ganz freiwillige Eingeständnis der Schuld am Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust war ein erster Schritt hin zur Versöhnung. In der Wahrnehmung vieler Deutscher blieb es jedoch heftig umstritten. Es folgten weitere Schuldeingeständnisse von Seiten der Kirchen, die jedoch wenig Beachtung außerhalb der kirchlichen Räume fanden.

Ein bedeutsamer Schritt in Richtung Aussöhnung mit den Juden war der Synodalbeschluss der Evangelischen Kirche im Rheinland zur Erneuerung des Verhältnisses von Christen und Juden im Jahre 1980. Doch bis heute bleibt das Verhältnis zu Israel aufgrund der politischen Spannungen in der Region in Teilen schwierig. Pangritz plädiert hier für eine differenzierte Betrachtung und dafür Politik und Theologie nicht miteinander zu vermischen. 

Beitrag zum Studientag „Gelingen und Grenzen von Versöhnung“
Studienleiter Jörgen Klußmann führte dieses Akademiegespräch am Rande des Zweiten Friedensethischen Studientages. Thema des Studientages, der am 23. November 2019 in Bonn stattfand, war die Frage nach „Gelingen und Grenzen von Versöhnung.“

Studientag ist eingebunden in Konsultationsprozess der Landeskirche
Mit dem von der Landessynode 2018 beschlossenen Friedenswort hat die Evangelische Kirche im Rheinland einen dreijährigen Prozess angestoßen, eine neue Theologie des Friedens zu entwickeln und eine Kirche des gerechten Friedens zu werden. In diesen Prozess sind alle Ebene unserer Kirche eingebunden – bis zur Synode 2021 soll das Friedenswort in Kirchengemeinden und Kirchenkreis diskutiert werden. Dabei sollen auch konkrete Maßnahmen entwickelt werden, wie Christ*innen heute zu einem gewaltfreien Miteinander beitragen können.

Der Studientag am 23. November 2019 war der zweite von insgesamt drei Studientagen, mit denen die Evangelische Akademie im Rheinland diesen Konsultationsprozess in der rheinischen Kirche begleitet. Der erste der drei Studientage hat sich 2018 damit auseinandergesetzt, welche Handlungsmöglichkeiten die EKiR im Blick auf Rüstungsexporte hat. Der dritte Studientag findet 2020 statt.

Vita von Professor Dr. Andreas Pangritz 
Andreas Pangritz (geb. 1954) studierte Theologie, Geschichte, Politik- und Musikwissenschaft in Tübingen, Berlin (FU) und Amsterdam. Von 1984 bis 1995 war Pangritz wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent am Institut für Evangelische Theologie der FU Berlin. 1987 promovierte er an der Freien Universität (FU) Berlin zum Dr. phil. über die Theologie Dietrich Bonhoeffers (Betreuer: Friedrich-Wilhelm Marquardt). 1992 habilitierte er sich in Systematischer Theologie über die „implizite Theologie“ der Kritischen Theorie an der FU Berlin. 1995-1996 Vertretungsprofessor für Systematische Theologie an der FU Berlin. 1999-2006 Professor für Systematische Theologie an der RWTH Aachen. Seit 2004 Professor für Systematische Theologie an der Universität Bonn. 2019 Versetzung in den Ruhestand. Zahlreiche Veröffentlichungen, insbesondere zur Theologiegeschichte des 20. Jahrhunderts und zur Theologie des christlich-jüdischen Verhältnisses.

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

Jörgen Klußmann/hbl/ms / 18.12.2019



© 2020, „Fremd-Vertraut“ - Evangelische Akademie im Rheinland
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung