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Blog von Studienleiter Jörgen Klußmann

500 Jahre Reformation - und jetzt? In seinem neuen Blogbeitrag lädt Jörgen Klußmann zum Gespräch darüber ein.

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Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR)

Mechtild Gunkel: Zivilcourage muss für alle selbstverständlich werden

Im April 2013 stellte Mechtild Gunkel von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) auf der Tagung "Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und zunehmende Gewalt" Arbeit und Ziele ihrer Organisation vor.

Foto: DDRockstar - fotolia.com Foto: DDRockstar - fotolia.com

Ihr Beitrag ist hier in Auszügen nachzulesen und als Download abrufbar.

BAGKR: "Beraten - vermitteln - informieren"
"Beraten - vermitteln - informieren"  - das sind die drei Schwerpunkte der Arbeit der BAGKR, führte Mechtild Gunkel in ihrem Beitrag auf der Tagung aus:

"Konkret bedeutet dies, wir möchten innerhalb der Kirchen die Vernetzung derer herstellen, die sich mit Neonazis auseinandersetzen, Rechtsextremismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bekämpfen und AnsprechpartnerInnen vermitteln. Wir beraten bei Seminar- oder Workshopgestaltung. Jede inhaltliche Diskussion wollen wir unterstützen – durch Hinweise auf versierte AutorInnen, Filme, Organisationen, Initiativen und Aktionen. Manches an Texten und Handreichungen ist dazu empfehlenswert, auch die theologische Arbeit mit Bibel und Bekenntnis. Auf unserem Internetportal sind Texte, Materialhinweise und weitere interessante Links zu finden.   

Wir betreiben Lobby- und Netzwerkarbeit gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen im nichtkirchlichen Bereich für eine nachhaltige Bundesförderung von Programmen für demokratische Kultur gegen Rechtsextremismus, geben gemeinsam Debattenimpulse und schließen uns vorhandenen Kampagnen an."

BAGKR: die Kirchen müssen sich mit Rechtsextremismus und Rechtspopulismus auseinandersetzen"
Die BAGKR setzt sich dafür ein, dass die Kirchen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus auf unterschiedlichen Handlungsebenen auseinandersetzen, wie Mechtild Gunkel in ihrem Beitrag darlegte:

"Wir fordern von den Kirchen:  

  • Sich engagiert mit der Thematik „Rechtsextremismus und Rechtspopulismus“ und den unterschiedlichen Erscheinungsformen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auf Kreis- und Landessynoden, bei Visitationen und anderen Formen kirchenleitenden Handeln auseinander zu setzen.
  • Den kritischen Diskurs mit allen Erscheinungsformen der Ideologie der Ungleichwertigkeit innerhalb der Kirche konsequent zu führen
  •  Keine Verharmlosung, kein Abwiegeln, sondern die Erscheinungsformen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wahr- und ernst zu nehmen und eine notwendige Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen und rassistischen Einstellungen als Grundproblem in unserer Gesellschaft zu führen
  • Eine eigene qualitative Einstellungsstudie zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im kirchlichen Raum. Sie „soll dazu dienen, biographische Ursachen und gesellschaftliche Kontexte solchen Gedankengutes besser verstehen, die Probleme genauer beschreiben und geeignete Konzepte und Präventionsmaßnahmen für alle Bereiche kirchlichen Lebens erarbeiten zu können“. (Antrag bei EKD-Synode 2012)
  • Die Vernetzung der unterschiedlichsten Akteure zu unterstützen und anzuregen, auch im europäischen Raum (Konferenz Europäischer Kirchen - KEK, Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa - GEKE)
  • Opfer der unterschiedlichsten Formen von rechtsextremer Gewalt zu unterstützen und vor dem Vergessen zu schützen
  • Sich mit denen zu solidarisieren, die in vielfältigen Formen gegen Neonaziaufmärsche gewaltfreien Widerstand leisten, ihrer Kriminalisierung zu widersprechen und den Diskurs zur Legitimität und Legalität von Blockaden zu führen
  • Den Aufbau der unabhängigen Beobachtungsstelle „NSU-watch: Aufklären und Einmischen“ finanziell und ideell zu unterstützen, denn es bedarf einer informierten Öffentlichkeit, um parlamentarisch, außerparlamentarisch und gegebenenfalls juristisch zu intervenieren und eine wirklich umfassende Aufklärung des Staatsversagens im NSU-Komplex durchzusetzen.
  • Sich für die langfristige finanzielle Unterstützung durch öffentliche Mittel einzusetzen
  • Klare Regelungen zur Unvereinbarkeit der Mitgliedschaft in NPD oder Neonaziorganisationen und der Übernahme kirchlicher Ämter sowie zur Konfirmation rechtsextremer Jugendlicher zu treffen.
  • Das Thema auf die Agenda von Synoden, Visitationen und anderen Formen kirchenleitenden Handeln zu setzen.
  • Ökumenische Besuchsreisen zur Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland und bei unseren Partnerkirchen (das Thema muss vorkommen) anzuregen und durch zu führen – das offene Gespräch zu suchen."  

Der Beitrag von Mechtild Gunkel ist in vollem Wortlaut am Schluss dieses Artikels abrufbar.

 

 

 

 

 

 

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hbl / 20.6.2013



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