Logo Akademie

Blog von Studienleiter Jörgen Klußmann

500 Jahre Reformation - und jetzt? In seinem neuen Blogbeitrag lädt Jörgen Klußmann zum Gespräch darüber ein.

> weitere Informationen

Termine

Hier finden Sie Termine aus dem Themenbereich Politik.

> weitere Informationen

Interview mit Dr. Max M. Mutschler, Bonn International Center for Conversion (BICC)

"Rüstungsexporte sind nicht grundsätzlich illegitim."

Auf dem Studientag "Friedensethik und Rüstungsexporte gehen nicht zusammen. Was können wir tun?" sprach Studienleiter Jörgen Klußmann mit Dr. Max M. Mutschler, Senior Researcher beim  Bonn International Center for Conversion (BICC). Das Interview, das am 24. November 2018 aufgezeichnet wurde, kann hier abgerufen werden.

"Rüstungsexporte sind nicht grundsätzlich illegitim." Diese Auffassung vertritt hier der Rüstungsexperte Dr. Max Mutschler vom Bonn International Conversion Centre, der zugleich auch den jährlichen Rüstungsbericht der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung verantwortet. Exporte von Waffen an befreundete Regime zu Zwecken der Selbstverteidigung sind nach seiner Auffassung möglich. Zugleich kritisiert er die Praxis der deutschen Waffenexporte, die nachweislich in autoritäre Länder geliefert werden, die in Kriege und schwere Menschenrechtsverletzungen verwickelt sind, wie z.B. Saudi-Arabien. So trügen deutsche Waffenexporte in Kriegs- und Krisenländern zur Flucht von Millionen von Menschen bei. Notwendig sei eine strengere Kontrolle von Rüstungsexporten und eine Umkehrung der Begründungspflicht.

Zur Person von Dr. Max M. Mutschler

Max studierte Politikwissenschaft und Geschichte an der Universität Tübingen, wo er als Dozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft arbeitete und 2013 mit einer Dissertation über die Bedingungen der präventiven Rüstungskontrolle promovierte. Von 2012 bis 2014 arbeitete er am Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit (SWP) in Berlin, vor allem in transatlantischen Sicherheitsfragen. Neben allgemeinen Fragen der Theorie und Praxis der Rüstungskontrolle hat sich Max' Forschung auf die Militarisierung und Bewaffnung des Weltraums konzentriert. Ein weiterer Schwerpunkt ist der internationale Waffenhandel und insbesondere die deutsche Waffenexportpolitik. Seit 2016 leitet Max die Expertengruppe für Waffenexporte der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE). In seiner jüngsten Forschung beschäftigt er sich mit sich entwickelnden Praktiken der Kriegsführung, wobei er sich auf die Rolle der Verbreitung moderner Militärtechnologie konzentriert.

Quelle: https://www.bicc.de

Über den Studientag
Die Evangelische Kirche im Rheinland hat auf der Synode im Januar 2018 mit dem dort verabschiedeten Friedenswort einen Impuls gesetzt, Kirche des gerechten Friedens zu werden. Bis zur Landessynode 2021 soll das Friedenswort nun in Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und der Landeskirche diskutiert werden, um konkrete Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Der Studientag im November 2018 war der erste von drei Studientagen, die diesen Konsultationsprozess begleiten. Die Evangelische Akademie im Rheinland und die Abteilung Theologie und Ökumene der Landeskirche haben ihn gemeinsam ausgerichtet.

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

27.02.2019



© 2019, „Fremd-Vertraut“ - Evangelische Akademie im Rheinland
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung