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Jörgen Klußmann 
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Blog von Studienleiter Jörgen Klußmann

500 Jahre Reformation - und jetzt? In seinem neuen Blogbeitrag lädt Jörgen Klußmann zum Gespräch darüber ein.

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Akademiegespräch zu Gelingen und Grenzen von Versöhnung

Prof. Josef Freise: Versöhnung braucht aktiven Gestaltungswillen

Versöhnung kann nicht gemacht, verordnet oder geplant werden, sondern braucht aktiven Gestaltungswillen der Betroffenen. Das unterstreicht der katholische Theologe Professor Dr. Josef Freise in diesem Akademiegespräch.

Freise betont die persönliche Verantwortung des Menschen und verneint eine kollektive Schuld. Er hält es für wesentlich, dass sich jede Einzelne und jeder Einzelne seiner eigenen Wahrheit stellen muss. Aus unversöhntem Leid und unverarbeiteten Ängsten entstünde Leid, wie z.B. Fremdenhass, Antisemitismus oder Islamophobie. Hinzu kommen strukturelle Sünden wie z.B. Ungerechtigkeiten. Solche Ungerechtigkeiten entstehen, wenn einzelne Gruppen bevorzugt werden oder Minderheiten ausgegrenzt werden.

Beitrag zum Studientag „Gelingen und Grenzen von Versöhnung“
Studienleiter Jörgen Klußmann führte dieses Akademiegespräch am Rande des Zweiten Friedensethischen Studientages. Thema des Studientages, der am 23. November 2019 in Bonn stattfand, war die Frage nach „Gelingen und Grenzen von Versöhnung.“

Studientag ist eingebunden in Konsultationsprozess der Landeskirche
Mit dem von der Landessynode 2018 beschlossenen Friedenswort hat die Evangelische Kirche im Rheinland einen dreijährigen Prozess angestoßen, eine neue Theologie des Friedens zu entwickeln und eine Kirche des gerechten Friedens zu werden. In diesen Prozess sind alle Ebene unserer Kirche eingebunden – bis zur Synode 2021 soll das Friedenswort in Kirchengemeinden und Kirchenkreis diskutiert werden. Dabei sollen auch konkrete Maßnahmen entwickelt werden, wie Christ*innen heute zu einem gewaltfreien Miteinander beitragen können.

Der Studientag am 23. November 2019 war der zweite von insgesamt drei Studientagen, mit denen die Evangelische Akademie im Rheinland diesen Konsultationsprozess in der rheinischen Kirche begleitet. Der erste der drei Studientage hat sich 2018 damit auseinandergesetzt, welche Handlungsmöglichkeiten die EKiR im Blick auf Rüstungsexporte hat. Der dritte Studientag findet 2020 statt.

Vita von Professor Dr. Josef Freise 
Josef Freise (geb. 1951) studierte Erziehungswissenschaften und katholische Theologie an den Universitäten Münster, Leuven (Belgien) und Tübingen und schloss seine Studien als Diplomtheologe und Dr. paed. ab. Nach seinen Studien war er als Pastoralassistent im Bistum Münster (1976-1978) und als Referent für politische Bildung (1980-1986) in der Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth in Sögel (Kreis Emsland) tätig, bevor er zum Internationalen Christlichen Friedensdienst EIRENE nach Neuwied wechselte, wo er vier Jahre als Referent und sieben Jahre als Geschäftsführer arbeitete.1997 wurde Freise Professor für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit an der Katholischen Hochschule NRW in Köln. Seine Schwerpunkte waren über 20 Jahre die Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft und die interreligiöse Pädagogik. Er initiierte den berufsbegleitenden Masterstudiengang „Interreligiöse Dialogkompetenz“. Für sein langjähriges Engagement in der Hochschulpartnerschaft mit der Universität Bethlehem erhielt er im Jahr 2016 den Hans-Jürgen Wischnewski Preis. Nach seiner Pensionierung im Jahr 2017 lehrt er weiter an der Katholischen Hochschule in Köln, an der Fachhochschule in Dornbirn / Vorarlberg und als "Visiting Professor" an der Universität Hradec Kralové (früher Königgrätz) in Tschechien. Er publiziert regelmäßig, hält Vorträge und Fortbildungen (www.Josef-Freise.de). Ehrenamtlich ist er u. a. aktiv im Vorstand der EIRENE-Stiftung, im Kuratorium der Fortbildungsorganisation „gewaltfrei handeln e.V. – ökumenisch Frieden lernen“, im Kuratorium des Europäisches Instituts für interkulturelle und interreligiöse Forschung sowie im Wissenschaftlichen Beirat der katholischen Friedensbewegung Pax Christi.

Zur Website von Professor Dr. Josef Freise 

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Jörgen Klußmann/hbl/ms / 18.12.2019



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