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Akademiegespräch zu Gelingen und Grenzen von Versöhnung

Professor Gert Rüppell: Versöhnung schaffen ist eine zentrale Aufgabe der Kirchen

Versöhnung zu schaffen ist eine zentrale Aufgabe der Kirchen. Das unterstreicht der Theologe und Ökumeniker Professor Dr. Gert Rüppell in diesem Akademiegespräch.

Der Theologe Prof. Dr. Gert Rüppell ist der Ansicht, dass das Friedensprojekt Europa vor neuen Herausforderungen steht. Nationalismus und Rechtsextremismus gefährden die Demokratie in der Europäischen Union. Die Kirchen haben beim Versöhnungsprozess nach dem Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle gespielt. Doch haben sie ihre Vorreiterrolle inzwischen verloren.

Barmherzigkeit und Liebe stehen im Zentrum des Christentums
Es werden auch immer mehr Stimmen aus den Kirchen laut, die nach mehr militärischer Verantwortung rufen. Nach Rüppells Aufassung ist dies jedoch nicht die Rolle, die Kirche spielen sollte.

Selbst die Militärseelsorge sei abzuschaffen, denn Barmherzigkeit und Nächstenliebe ständen im Zentrum des Christentums. Ein gutes Beispiel hebt er das kirchliche Engagement während der friedlichen Revolution in der DDR hervor.

Beitrag zum Studientag „Gelingen und Grenzen von Versöhnung“
Studienleiter Jörgen Klußmann führte dieses Akademiegespräch am Rande des 2. Friedensethischen Studientages. Thema des Studientages, der am 23. November 2019 in Bonn stattfand, war die Frage nach „Gelingen und Grenzen von Versöhnung“.

Studientag ist eingebunden in Konsultationsprozess der Landeskirche
Mit dem von der Landessynode 2018 beschlossenen Friedenswort hat die Evangelische Kirche im Rheinland einen dreijährigen Prozess angestoßen, eine neue Theologie des Friedens zu entwickeln und eine Kirche des gerechten Friedens zu werden. In diesen Prozess sind alle Ebene unserer Kirche eingebunden – bis zur Synode 2021 soll das Friedenswort in Kirchengemeinden und Kirchenkreis diskutiert werden. Dabei sollen auch konkrete Maßnahmen entwickelt werden, wie Christ*innen heute zu einem gewaltfreien Miteinander beitragen können.

Der Studientag am 23. November 2019 war der zweite von insgesamt drei Studientagen, mit denen die Evangelische Akademie im Rheinland diesen Konsultationsprozess in der rheinischen Kirche begleitet. Der erste der drei Studientage hat sich 2018 damit auseinandergesetzt, welche Handlungsmöglichkeiten die EKiR im Blick auf Rüstungsexporte hat. Der dritte Studientag findet 2020 statt.

Vita von Professor Dr. Gert Rüppell
geboren 1943 in Hamburg, ev. luth. Konfession
Ausbildung zum Reedereikaufmann in Hamburg, London, Beirut
Seit 1966 Mitarbeit in der Jugendabteilung des ÖRK - Aufbaulager, Entwicklungsfragen 1970 - 1975
Studium Theologie und Soziologie in Helsinki, Kiel, Hamburg
1975 Studienleiter und Lehrbeauftragter an der Missionsakademie an der Universität Hamburg
vielfältige ökumenische und internationale Projektarbeit in Indien, Philippinen und Nigeria 1987
Wechsel an die Internationale Volkshochschule Viittakivi / Finnland.
1992 Promotion bei Konrad Raiser /Bochum „Einheit ist unteilbar“
1994 - 2002 Wechsel zum Ökumenischen Rat der Kirchen / Genf als Programmsekretär im Bereich Mission und Bildung.
1995 Kumulative Habilitation bei Prof. Mananermaa Helsinki zum Dozenten für Ökumenische Theologie
2002 Wechsel zum Comenius Insitut Münster in der Funktion einer Consultancy für Ökumenische Bildung und Fortbildung bei kirchlichen Werken und Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rat der Kirchen
Seit 2006 Lehrbeauftragter für Ökumenik an der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie /Abt. Theologie.
2016 Ernennung zum Honorarprofessoran der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie /Abt. Theologie der Universität Bielefeld

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Jörgen Klußmann/hbl/ms / 13.12.2019



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