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Myanmar: Die Shwedagon-Pagode in Yangon Myanmar: Die Shwedagon-Pagode in Yangon. Wikimedia Commons

Ein Tagungsbericht von Uwe Hoering, Bonn

Myanmar im Jahr 2013 - eine Einschätzung des Journalisten Uwe Hoering

Der Journalist Uwe Hoering hat im Mai 2013 die Akademie-Tagung "Myanmar on the Way towards Social and Ecological Justice?" begleitet und seine Eindrücke in einem Bericht zusammengefasst, der hier zum Abruf bereit gestellt ist.

Plenum bei der Tagung: "Myanmar on the Way towards Social and Ecological Justice?". Foto: H.Blum LupePlenum bei der Tagung: "Myanmar on the Way towards Social and Ecological Justice?". Foto: H.Blum

Uwe Hoering hält zu Beginn seines Berichts fest, dass sich in Myanmar seit der überraschenden politischen Öffnung, der wirtschaftlichen Liberalisierung und der Beendigung der meisten Sanktionen in den vergangenen zwei Jahren ein atemberaubender Wandel vollziehe. Dabei stehe die Geschwindigkeit, mit der sich die Diskussionen in und zu Myanmar verändert haben, im umgekehrten Verhältnis zum Wissen über Land und Leute, Wirtschaft und Umwelt, Staat und politische Entwicklung, das außerhalb des Landes vorhanden sei.

Zukunft der politischen Prozesse und ökonomische Entwicklung sind eng verknüpft
Eng verknüpft mit den Fragen nach der Zukunft der politischen Prozesse sei die ökonomische Entwicklung, so Hoering: "Die wirtschaftliche Liberalisierung hat einen enormen Schub gebracht. Doch der kommt bislang nicht bei der Mehrheit der Bevölkerung an – die Dividende der politischen und wirtschaftlichen Öffnung bleibt für die Mehrheit gering."

Jenseits aller formalen Fragen geht es auch um soziale und ökologische Gerechtigkeit 
Jenseits aller formalen Fragen um staatliche Strukturen und politische Prozesse gehe es dabei im Endeffekt immer um die Verteilung des Reichtums des Landes – und damit auch um soziale und ökologische Gerechtigkeit. Eine entscheidende Bedingung für die Antwort auf die vielen Fragen ist daher immer auch die verlässliche Analyse der unterschiedlichen Interessen und politischen Kräfteverhältnisse, die sowohl die Konflikte schüren, als auch die Suche nach den Regeln ihrer Austragung beeinflussen, so Hoering.

Für Antworten gibt es keine Blaupausen, sie müssen ausgehandelt werden
Bei der Tagung "Myanmar on the Way towards Social and Ecological Justice?" konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu mit Experten aus Myanmar in Gespräch kommen.

Trotz der vielen offenen Fragen, die sich auch im Lauf der Tagung ergaben, wurde in den Gesprächen deutlicher, welche Fragen geklärt werden müssen. Hoering unterstreicht: "Wichtig dabei ist, dass es für Antworten keine Blaupausen gibt, sondern zwischen den unterschiedlichen Interessen und Machtblöcken ausgehandelt werden müssen – wobei die Karten nach wie vor sehr ungleich verteilt sind."     

Der ausführliche Bericht von Uwe Hoering ist am Schluss dieses Artikels zum kostenlosen Download bereit gestellt.

Foto:
Wikimedia Commons
https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ASHWE_DAGON_BUDDIST_PAGODA_YANGON_MYANMA_JAN2013_(8492353053).jpg
Foto: calflier001
Lizenz: CC BY-SA 2.0

 

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Uwe Hoering/ hbl / 23.09.2013



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