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Interview mit Dr. Johann Weusmann, Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland

Dr. Johann Weusmann: „Waffenexporte sind kein Weg zum Frieden!“

Auf dem Studientag "Friedensethik und Rüstungsexporte gehen nicht zusammen. Was können wir tun?" sprach Studienleiter Jörgen Klußmann mit Dr. Johann Weusmann, Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland. Das Interview, das am 24. November 2018 aufgezeichnet wurde, kann hier abgerufen werden.

"Deutsche Waffenexporte werden zu wenig kontrolliert". Das beklagt Dr. Johann Weusmann, Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Dabei seien 80 % der Deutschen gegen den Export von Waffen in Kriegs- und Krisenländer, 2/3 sogar gegen Waffenexporte überhaupt. "Die Evangelische Kirche im Rheinland tritt ein für das Leben und muss sich daher klar positionieren, wenn es um Waffenexporte geht", so Weusmann. In Partnerländern der Evangelischen Kirche im Rheinland tauchen mitunter deutsche Waffen sogar in Kinderhänden auf. Es müsse deutlich werden:  „Waffenexporte sind kein Weg zum Frieden!“ Dies betrifft aber nicht nur Deutschland, sondern gilt weltweit. Eine europäische Initiative dazu wäre wünschenswert.

Zur Person von Dr. Johann Weusmann

Dr. Johann Weusmann ist seit Januar 2013 hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung und Leiter der Abteilung 4 (Recht und Politik) im Landeskirchenamt.

Seit der Einführung am 3. März 2013 ist er Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland und damit ihr leitender Jurist. Von der Landessynode 2017 wurde der 52-Jährige sowohl als Abteilungsleiter wiedergewählt als auch in seinem Amt als Vizepräsident bestätigt. Beide Amtszeiten dauern bis 2025.

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Über den Studientag
Die Evangelische Kirche im Rheinland hat auf der Synode im Januar 2018 mit dem dort verabschiedeten Friedenswort einen Impuls gesetzt, Kirche des gerechten Friedens zu werden. Bis zur Landessynode 2021 soll das Friedenswort nun in Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und der Landeskirche diskutiert werden, um konkrete Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Der Studientag im November 2018 war der erste von drei Studientagen, die diesen Konsultationsprozess begleiten. Die Evangelische Akademie im Rheinland und die Abteilung Theologie und Ökumene der Landeskirche haben ihn gemeinsam ausgerichtet.

Jörgen Klussmann/ hbl / 26.02.2019


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