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Tagung zog Zwischenbilanz und erörterte Wege aus der Krise

Euro - was nun?

Der Euro kommt nicht aus den Schlagzeilen. Eine Tagung an der Evangelischen Akademie im Rheinland beschäftigte sich am 10./11. Februar 2012 mit der aktuellen Situation. 

Foto: © babimu - Fotolia.com

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„Euro-Rettung, nächste Folge“ titelte die Süddeutsche Zeitung anlässlich des EU-Gipfels in Brüssel am 30. Januar 2012. Zwar hat Bundeskanzlerin Angela Merkel es als Meisterleistung bezeichnet, dass sich die Staats- und Regierungschefs in kurzer Zeit auf Beschlüsse zum Fiskalpakt und zum Krisenfond ESM verständigen konnten. Doch werden sie an den Märkten und beim Bürger das Vertrauen in den Euro wieder dauerhaft stärken?

Alle EU-Länder sind zum strikten Sparen angehalten, doch was bedeutet das konkret für den Alltag der Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Ländern, insbesondere in Griechenland, Spanien oder Italien?  

Evangelische Akademie und Friedrich-Ebert-Stiftung luden ein zu Information und Gedankenaustausch
Eine Tagung, die von der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Evangelischen Akademie im Rheinland ausgerichtet wurde, beschäftigte sich mit diesen Fragen, die Finanzexperten ebenso wie Bürgerinnen und Bürger in Atem halten:  

Wie stabil ist der Euro?
Soziale Auswirkungen und mögliche Lösungsansätze der Währungskrise
Freitag, 10. Februar 2012, bis Samstag, 11. Februar 2012  

Im Fokus: Bisherige Maßnahmen, politische und ökonomische Folgen...
Bisher haben die Stabilisierungs-Bemühungen für den Euro noch keinen dauerhaften Erfolg gehabt. Im Gegenteil: Spekulanten nutzen die Schwäche der betroffenen Volkswirtschaften für ihre eigenen Geschäfte, während in den höchst verschuldeten Ländern selbst die Bürger mit harten Einschnitten leben müssen. Die Folge sind steigende Arbeitslosenzahlen und soziale Proteste. Vor dem Hintergrund der noch nicht bewältigten Folgen der globalen Finanzkrise haben Länder wie die USA, aber auch China oder Brasilien und andere aufsteigende Schwellenländer ein Interesse daran, dass in der Eurozone möglichst bald wieder stabile Verhältnisse herrschen. Sie üben daher Druck auf die Europäische Union aus. Im Mittelpunkt des ersten Tages stand dieses Interessensgeflecht, die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise und ihre politischen und ökonomischen Folgen.

... und: die soziale Lage und mögliche Wege aus der Krise 
Die Beiträge des zweiten Tages warfen einen Blick auf die Situation in Griechenland und Italien und erörterten mögliche Wege aus der Krise.  

Als Referentinnen und Referenten zu Gast: Fachleute mit großer Expertise
Zu allen Fragen kamen Fachleute mit großer Expertise zu Wort: Darunter sind u. a. der Mathematiker und Ökonomiekritiker Professor Dr. Claus Peter Ortlieb, Hamburg, Professor Dr. Adalbert Winkler von der Frankfurt School of Finance and Management, und der Volkswirtschaftler Professor Dr. Hansjörg Herr. Herr, der an der Hochschule für Wirtschaft und Recht lehrt, beschäftigt sich insbesondere mit der Entwicklung des internationalen Währungssystems, mit der Überführung von Plan- in Marktwirtschaften und mit der aufstrebenden Volkswirtschaft China. Winkler war vor seiner Berufung an der praxisnahen Frankfurt School of Finance and Management bei der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Deutschen Bundesbank tätig. An der EZB war er u. a. für die jährliche Berichterstattung zur internationalen Rolle des Euro verantwortlich.  

Zur Situation in Griechenland nahm Ioannis Skouras vom Funkhaus Europa (WDR) Stellung, seine Kollegin Agnese Fransceschini geht auf die sozialen Folgen in Italien ein. 

Am Freitagabend war Dr. Angelica Schwall-Düren, NRW-Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, zu Gast und trug ihre Einschätzung zu den politischen Folgen vor.  

hbl / 13.02.2012


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