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Blog von Studienleiter Jörgen Klußmann

500 Jahre Reformation - und jetzt? In seinem neuen Blogbeitrag lädt Jörgen Klußmann zum Gespräch darüber ein.

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Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo. Foto: Ramy Raoof/Flickr

Am 28:/29.10.: Tagung zu den Demokratiebewegungen in der arabischen Welt

Perestroika auf Arabisch

Der Tod des früheren libyischen Machthabers Gaddafi war im Oktober 2011 eine der zentralen Meldungen in den Medien. Libyien steht jetzt vor einem Neuanfang.

"Die großen Hoffnungen der Revolution und der Kämpfe müssen sich in Chancen und Gerechtigkeit für alle verwandeln", sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon. Weiterhin kritisch war die Lage zu derselben Zeit im Jemen. Dort wurden die schwersten Auseinandersetzungen der letzten Monate zwischen den Truppen von Staatspräsident Ali Abduallah Salih und der Opposition gemeldet.  

Die Demokratiebewegungen in der arabischen Welt überraschten nicht nur die Machthaber, sondern auch viele Beobachter. Inzwischen ist deutlich geworden, dass Erfolge wie in Ägypten und Tunesien so schnell nicht überall erreichbar sind. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass die arabische Welt die Chance zur Demokratisierung nutzen kann.  

Die Akademie bot Gelegenheit, ein authentisches Bild von den Demokratiebewegungen in der arabischen Welt zu erhalten 

Am 28./29. Oktober 2011 beschäftigte sich eine außergewöhnliche Akademietagung mit diesen Fragen:
"Perestroika auf Arabisch? Wohin führt der Aufruhr in der islamischen Welt?"

Breites Tagungsspektrum: Vielfältige Anregungen, Information und kulturelles Erleben
Die Tagung näherte sich dem Thema auf eine besondere Art und Weise und verbindet dabei vielfältige Anregungen, Information und kulturelles Erleben miteinander.  

Schwerpunkt Politik: Referenten arabischer Herkunft vermitteln ihre Sicht auf die Geschehnisse
Als Referentinnen und Referenten konnten Personen gewonnen werden, die selbst arabischer Herkunft sind und bis heute persönliche Kontakte in die Länder der Demokratiebewegung haben. Heute engagieren sie sich für ihre Heimatländer auf politischer oder gesellschaftlicher Ebene, als Berichterstatter und Journalisten – oder als Künstler, die in ihren aktuellen künstlerischen Projekten Bezug auf die politische Situation nehmen. So konnten sie bei der Tagung ihr eigenes, authentisches Bild der aktuellen Lage aus Tunesien, Ägypten, Libyen, Syrien, Marokko oder anderen arabischen Staaten vermitteln.

Auf wdr.de: Interview mit Aladdin Sarhan
Einer der Referenten, der aus Ägypten stammende Journalist und Universitätsdozent Aladdin Sarhan, gab dem Internetportal wdr.de anlässlich der Tagung ein Interview. Sarhan ist der Auffassung: "Demokratie kann nicht einfach installiert werden".

Das vollständige Interview können Sie hier nachlesen.

Welche Wirkungen und Folgen für die arabische und die westliche Welt sind denkbar?
Wirkungen und Folgen für die arabische und die westliche Welt standen am ebenfalls im Fokus. Der Journalist Hakam Abdelhadi, und  der Nahost-Expert Jochen Hippler vom Institut für Entwicklung und Frieden gaben dazu ihre Einschätzung.  

Jochen Hippler:
"Der Konflikt um eine demokratische Regierungsform ist noch nicht entschieden"
Im Vorfeld der Tagung sprach Ralf Thomas Müller, Redakteur des Internetportals ekir.de, mit Jochen Hippler. Das Interview steht hier zum Nachlesen bereit.  

Schwerpunkt Kultur: Gespräch mit Künstlern aus Syrien, dem Irak, aus Jordanien und Palästina 
Ein Ortswechsel war dann Auftakt zum zweiten Teil der Tagung: In Mülheim an der Ruhr gab es Gelegenheit zum Gespräch mit Künstlern aus Syrien, dem Irak, aus Jordanien und Palästina, die im Rahmen des Projekts „Theaterlandschaft Arabien“ im Theater Mülheim an der Ruhr, unserem Kooperationspartner der Tagung, zu Gast sind. Insbesondere ging es hier um die Rolle von Kunst und Kultur im arabischen Reformprozess.  

Tagungsausklang: Besuch der Inszenierung "Camp" des irakischen Theatermachers Muhaned al Hadi
Die Tagung klang aus mit dem Besuch der Inszenierung „Camp“ von Muhaned al Hadi, des zur Zeit wichtigsten irakischen Theatermachers.

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hbl / 31.10.2011



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