Logo Akademie

Studienleitung

Jörgen Klußmann M.A.
Tel.: +49 (0)228 47 98 98 - 57
Mobil: +49 (0) 151 572 055 28
Mail an Jörgen Klussmann
Weitere Informationen zur Person

> zum Akademie-Team

Blog von Studienleiter Jörgen Klußmann

500 Jahre Reformation - und jetzt? In seinem neuen Blogbeitrag lädt Jörgen Klußmann zum Gespräch darüber ein.

> weitere Informationen

Termine

Hier finden Sie Termine aus dem Themenbereich Politik.

> weitere Informationen

Neue Wege bei der Lösung von Konflikten

Manchmal braucht es "Wut zur Versöhnung"

Eine Akademie-Tagung am 7. und 8. Oktober 2011 beschäftigte sich mit systemischen und therapeutischen Methoden in der praktischen Konfliktbearbeitung.

Foto: Peter Atkins - Fotolia.com LupeFoto: Peter Atkins - Fotolia.com

Die eigene Erfahrung lehrt es uns: Konflikte sind nicht eindimensional. Verstand und Gefühl, soziale und kulturelle Faktoren kommen bei einem Konflikt zum Tragen. Emotionale Verletzungen müssen ebenso gesehen und beigelegt werden wie die sachlichen Gegensätze, damit ein Konflikt wirklich bereinigt werden kann. Manchmal braucht es „Wut zur Versöhnung“, damit ein neuer Anfang eine Chance hat.   

Tagung an der Akademie beschäftigte sich mit neuen Konfliktlösungsmodellen
Diese Einsicht aus dem persönlichen Miteinander macht sich bereits seit mehreren Jahren auch die Friedensarbeit bei der Lösung von Gruppenkonflikten zu Nutze. Eine Tagung an der Akademie beschäftigte sich jetzt mit dieser neuen Herangehensweise:   

Wut zur Versöhnung 
Systemische und therapeutische Methoden in der praktischen Konfliktbearbeitung 
Freitag, 7. - Samstag, 8. Oktober 2011    

Erste Pilotprojekte zu therapeutschen und systemisch-integrativen Verfahren
bei der Lösung von Großgruppenkonflikten liegen bereits vor

Die Tagung ging der Frage nach, inwieweit therapeutische und besonders systemisch-integrative Verfahren bei der Lösung von sogenannten Großgruppenkonflikten - z.B. zwischen Gruppen unterschiedlicher ethnischer Herkunft - hilfreich und unterstützend sind. Dabei bezieht sie sich auf in den vergangenen Jahren gesammelte erste Erfahrungen in verschiedenen Krisengebieten. Diese Pilotprojekte berücksichtigten sowohl soziale, kulturelle als auch psychologische und spirituelle Aspekte und machen zumindest deutlich, dass Versöhnung möglich ist.

Ob und wie diese neue Herangehensweise in der weiteren praktischen zivilen Konfliktbearbeitung von Nutzen sein kann und welche Grenzen ihr gesetzt sind, wurde auf der Tagung ebenfalls erörtert.   

Politischer Hintergrund: Aktionsplan "Zivile Krisenprävention" räumt gewaltfreien Lösungen Priorität ein
Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die Bundesregierung durch die Annahme des Aktionsplans „Zivile Krisenprävention“ im Jahre 2004 der gewaltfreien Bearbeitung von politischen Konflikten grundsätzlich den Vorzug vor dem Einsatz militärischer Mittel gegeben hat. Auch wenn die Umsetzung an politische Grenzen stößt, so ist durch den praktischen Einsatz sogenannter Friedensfachkräfte in Krisengebieten ein der klassischen Entwicklungshilfe gleichgestelltes Arbeitsfeld der Friedensarbeit entstanden, das auch international auf Zustimmung stößt.

Friedensfachkräfte brauchen für ihre Arbeit spezielle Qualifikationen
Die Einsätze der Friedensfachkräfte gestalten sich vielfältig und bedürfen besonderer Qualifikationen, die Einfühlungsvermögen und Landeskenntnisse, aber auch therapeutische und mediative Kenntnisse mit einschließen.   

Studienleiter Jörgen Klußmann verfügt über eigene Erfahrungen in der praktischen Friedensarbeit
Studienleiter Jörgen Klußmann, der die Tagung initiiert hat und geleitet hat, arbeitet selbst nebenberuflich auf diesem Feld. Als Trainer für Konfliktbearbeitung war er u. a. bereits in Afghanistan, Indonesien, Myanmar und Nepal tätig. Seine Erfahrungen können Sie auf hier unserer Internetseite nachlesen.

Akademie für Konflikttransformation und
der Zivile Friedensdienst sind Kooperationspartner bei der Tagung
Kooperationspartner der Tagung war die Akademie für Konflikttransformation im Forum Ziviler Friedensdienst e.V. und der Zivile Friedensdienst bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Bonn. Beide Partner sind Experten auf dem Feld der gewaltfreien, zivilen Konfliktbearbeitung. Während die Akademie für Konfliktttransformation insbesondere in der Forschung, Beratung und Ausbildung tätig ist, entsendet der Zivile Friedensdienst selbst Friedensfachkräfte in Krisenregionen. Beide Organisationen gaben Einblick in ihre Arbeit geben. So hat die Tagung sowohl eine Übersicht über Methoden und Ansätze gewaltfreier Konfliktlösung geboten als auch Berichte aus der Praxis von Friedensfachkräften.   

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

hbl / 12.10.2011



© 2019, „Fremd-Vertraut“ - Evangelische Akademie im Rheinland
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung